Beiträge von AndreR

    Wobei es damals schwieriger war, denn patchen bedeutete oft physikalische Datenträger per Post an den Kunden zu versenden. Bei Hardware war Nachpatchen damals unerhört. Man stelle sich vor, man hätte in den 80ern oder 90ern ein HiFi-Deck oder ein VHS gekauft und müsste alle ein oder zwei Monate Aktualisierungen installieren. Wie denn? Nen neuen Chip einlöten? Ans Modem oder den Akustikkoppler anschließen?


    Heute hat doch jedes bessere Bügeleisen schon eine Webschnittstelle und eine Updatefunktion und den Wasserkocher kann ich mit dem Handy fernsteuern – und updaten.

    nur Strassensperren mag er gar nicht.

    Exakt so ist es bei mir auch. Es wird zwar erkannt und angezeigt, dass die Strecke unpassierbar sei, auf die Routenfindung hat dies aber keinen Einfluss und der Knopf „Meldung umfahren“ ist ebenfalls ausgegraut. Ich stand mal wie der Ochs vor der Brücke, ähm, vor der Mainbrücke in Ochsenfurt bei Würzburg, weil diese wegen Baufälligkeit komplett gesperrt ist. Das Navi wusste das zwar, wollte mich aber trotzdem drüber schicken und hat selbst beim Umfahrungsversuch mit Google immer wieder versucht, mich zum Wenden zu überreden und über die Brücke zu schicken. In Dresden hatte ich mal einen ähnlich gearteten Fall mit einem gesperrten Autobahnzubringer, der mir ebenfalls im System als „unpassierbar“ gemeldet wurde.

    Doch, sollte es eigentlich. Vielleicht hat @bauerjo die „Datenfreigabe“ nicht zugelassen. Dann gibt es nämlich auch keine Live-Daten von TomTom-Traffic. Oder das Abo ist schlicht abgelaufen.


    Wenn alles richtig funktioniert, sollte man immer zwischen 500 und 1000 Meldungen bekommen, wenn man auf das Auto mit der Antenne im Navi links unten drückt. Sollten da nur ein oder zwei Dutzend Meldungen erscheinen, dann wird nur TMC empfangen und die Live-Daten fehlen.


    Sofern Du jedoch noch das „alte“ R-Link 2 hast, wird Dir die Meldung eh nicht viel bringen, denn durch einen Fehler im Routing-Algorithmus wird er trotzdem versuchen, Dich zur gesperrten Straße zu schicken. Der Button „Meldung umfahren“ ist dann ausgegraut. Frage mich nicht warum, aber bei mir passiert das grundsätzlich.

    Derartiges habe ich hier noch nicht gelesen. Hitzeempfindlich ist das System eigentlich nicht. Vielleicht ist ja irgend etwas physikalisch kaputt oder ein Stecker lose.

    handymax: Du tust immer so, als wenn Du das als kostenlose Zugabe erhalten hättest.



    Ich finde hier aber das schlimmste daran, dass man von Renault keinerlei Aussage erhält, wann denn endlich das Kartenupdate kommt. Man wird nur immer mit der Hinhaltetaktik vertröstet und für blöd verkauft. Viel konstruktiver wäre es, wenn die einfach nur die Wahrheit mitteilen würden. Und dann ist ja hier nicht nur der Megane betroffen, sondern anscheinend so gut wie alle Renault.

    So kommt mir das manchmal auch vor. Handymax, wir verstehen alle, dass es für DIch kein relevantes Thema ist. Ich kenne auch Deine Fahrpraxis nicht; falls Du immer nur in bekannten Gebieten mit wenig Verkehr unterwegs bist, kann ich das durchaus verstehen. Es gilt aber auch zu akzeptieren, dass andere Megane-Fahrer eventuell sogar auf das Navi angewiesen sind und täglich 100 km und mehr damit zurücklegen. Du darfst eben nicht von Dir auf andere schließen.


    Ich sehe es auch so, dass Renault sich mit dieser Salamitaktik keinen Gefallen tut. Wenn man in Foren zu anderen, „Neuen“ Renault-Modellen etwas recherchiert, ergibt sich jedoch ein schärferes Bild: Scheinbar wurde bereits Anfang diesen Jahres seitens Renault versucht, einen Kartenstand 01-2016 auszurollen. Dabei wurde wohl zunächst ein überschaubarer Rahmen von 1000 "Testern" ausgewählt. Dabei hat es wohl erhebliche Probleme gegeben, weswegen man mutmaßlich damals entschieden hat, dass zunächst die Navi-Software ausgebessert werden muss, bevor ein flächendeckendes Update im Debakel enden würde. Vermutlich kam es auch deswegen zu den zusätzlichen Verzögerungen.


    Ich glaube, dass da bei Renault mit dem ursprünglichen Update etwas gewaltig schief gelaufen ist, was man um jeden Preis zu verschleiern versucht.

    @hypnorex: Sicher habe ich diesen Service irgendwie mitbezahlt.


    Jedoch hätte ich den M4 auch ohne diesen zum gleichen Preis gekauft, da mir das nicht wichtig ist. Auch ältere Karten bringen einen ans Ziel.


    Diese Update-Geilheit zieht sich leider mittlerweile durch alle möglichen technischen Bereiche.

    Wen wundert es auch? Früher, als Updates noch nicht ohne größten Aufwand möglich waren, wurde seitens der Hersteller viel akribischer getestet. Da gab es oft gar nicht die Notwendigkeit, etwas auszubessern, da es von Anfang an funktioniert hat. Das R-Link 2 ist ein krasses Gegenbeispiel! Das enthält teilweise derart dilettantische Fehler, dass man sich als Softwarefachmann – und das bin ich nun einmal – oft fragt, ob das überhaupt jemals ein Mensch getestet hat.


    Desweiteren haben sich die Zeiten geändert. Früher konnte ein Auto nicht viel. Wenn man „mehr“ wollte und technikaffin war, hat man seinerzeit das Werksradio ausgebaut und durch ein DIN-Radio der Wahl getauscht. Viel mehr war nicht drin. Die Technik hat sich auf der anderen Seite aber auch nicht groß entwickelt. Wir erleben heute den gesamten technischen Fortschritt von 1970–1980 zeitlich in unter einem Jahr. Es geht immer weiter. Und wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.


    Früher konnte man sich sicher sein, dass man ein Auto auf zehn Jahre kaufen kann. Da ist technisch nicht viel passiert; der Schwerpunkt lag auf Verarbeitung und Materialwahl. Heutzutage ist es oft schon technisch überholt, wenn es vom Hof des Herstellers rollt.

    Ja, aber auch mein Kartenmaterial ist mehr als 2 Jahre alt. Da frage ich mich schon, wieso nur "ältere" Autos eine Entschädigung von Renault erhalten.

    Da muss ich Renault leider verteidigen: Es wurde Dir nur zugesichert, dass es zwei Updates pro Jahr geben wird. Dass das Material auch aktuell ist, hat keiner gesagt. Interne Gründe sorgen dafür, dass es das Material eben nur mit einem Jahr Vorlaufzeit gibt. Ob das jetzt technische Gründe hat („die müssen das erst umfangreich konvertieren/testen“), oder ob es am Ende für Renault einfach billiger ist, das „veraltete“ Material zu kaufen und dann alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen, sei dahingestellt.

    Ich denke schon, dass man das RLink mit mobilen Navis vergleichen könnte. Beide haben eine SIM Karte verbaut, so könnte das Kartenmaterial durchaus tagesgenau sein.

    Richtig. Sachliche Grundlagen für Filous Aussage konnten bisher leider auch nicht genannt werden. Die Argumentation weiter oben sah zusammengefasst in etwa so aus, dass einige Leute versucht haben, im weitesten Sinne betriebswirtschaftliche Überlegungen der Fahrzeughersteller in technische Hinderungsgründe umzumünzen.


    Fakt ist, dass die verbaute Hardware vergleichbar mit einem mobilen Navi der Mittelklasse sein dürfte, und dass ebenso eine permanente Internetverbindung besteht, allerdings nur mit einer geringen Datenrate. Ob diese für Over-the-Air-Updates überhaupt ausreichend wäre, sei einmal dahingestellt. Geschweige denn, was Renault mit dem Netzbetreiber zur Kostensenkung vertraglich vereinbart hat. Nachweislich bietet jedenfalls der Zulieferer des Grundmaterialsw und der Navisoftware (die ist nämlich zugekauft) zumindest monatliche Updates an. Entsprechende Belege wurden hier im Forum bereits verlinkt. Vermutlich hat man sich hier seitens Renault ebenfalls für einen halbjährlichen Update-Plan entschieden, da die Verträge dann günstiger sein dürften.

    Vermutlich ist den Mitarbeitern bei Renault gar nicht bewusst, dass die „6–8 Wochen“ hier im Forum bereits zu einer Lachnummer verkommen sind. Denen sollte doch klar werden, dass das irgendwann auffliegt, wenn man die Kunden seit letzten November immer wieder auf „6–8 Wochen“ vertröstet.


    „Sicher ist nur, dass es an einem Montag fertig sein wird. Nur welchen, ja, das wissen wir noch nicht so genau.“ ;)