Ganz einfach: Es kann nicht sein dass jemand mit dem Hintergedanken "es könnte ja einer was tun" ständig Aufnahmen im öffentlichen Bereich (im Fall der Dame eben der vor und hinter ihrem parkenden Wagen) macht.
Für die ständige Überwachung des öffentlichen Raums gibt es schon eine zuständige Stelle.
Deine Beispiele passen mMn auch nicht so ganz: Es zwingt dich ja niemand Facebook, Amazon oder den videoüberwachten Supermarkt zu benutzen.
Schon klar, aus Bequemlichkeit oder sonstigen Gründen macht man es trotzdem.
Videoaufnahmen aus (in dem Fall) stehenden Fahrzeugen sind aber trotzdem was anderes und auch mit irgendwelchen Urlaubsvideos nicht zu vergleichen.
Während der Fahrt mitlaufen zu lassen um sich am Ende des Jahres sein persönliches "Verkehrstrottel best of" anzusehen oder im Fall der Fälle belegen zu können dass man eben doch nicht Schuld am Unfall war wäre aus meiner Sicht ok.
Aber im parkenden Auto gezielt den Raum vor/hinter dem Auto überwachen (und was anderes ist das filmen während dem parken ja nicht) geht gar nicht.
Im übrigen halte ich es für gefährlich zu sagen man habe nichts gegen eine Überwachung (in welcher Form auch immer) durch alles und jeden bloß weil man nicht vor hat irgendwelche Straftaten zu begehen bzw. nichts zu verbergen hat.
Dieses Argument liefert unseren Innenminister auch immer.
Und seit ihm einer vor dir Tür gekackt hat (und inzwischen kann ich gut verstehen warum man das macht) terrorisiert er das ganze Land mit seinen komplett sinnfreien Überwachungsplänen.
//edit: Interessant wäre auch ob man denn nun trotzdem den anderen Fahrer ausfindig gemacht hat und dieser nun für die Reparatur aufkommen muss?
Das wäre mir nämlich die 150€ für die Datenschutzverletzung da schon wert.
Aus dem Artikel geht auch leider nicht hervor ob das Video zulässig gewesen wäre wenn man alle unbeteiligten verpixelt hätte.
