Beiträge von AndreR

    @Filou Ich bin es von Berufs wegen gewohnt, sich stets das Gesamtbild anzusehen und Zusammenhänge zu suchen. Ein wesentlicher Teil meiner Erwerbsarbeit besteht (leider) darin, Softwarefehler zu suchen - und anschließend zu eliminieren. Nicht selten werde ich dann gerufen, wenn kein anderer mehr weiter weiß, und - meine Kollegen, Vorgesetzten und auch Dritte werden es bestätigen können - meistens bin ich erfolgreich. Sehr wahrscheinlich habe ich daher neben einem gewissen Händchen wohl auch eine weit geringere Akzeptanzschwelle als so manch Anderer hier.


    Lass Dir von einem Fachmann geraten sein: Einen tiefgreifenden Fehler findet man selten, wenn man nur den offensichtlichen Spuren nach geht. Oft führen einen zu offenbar konkrete Spuren sogar in die tiefste Irre!


    Zurück zum Thema und worauf ich eigentlich hinaus will: Womöglich sind beide Erscheinungen, das träge Zentraldisplay und die träge Lichtsteuerung, keine Fehler im eigentlichen Sinne, sondern Symptome für ein tiefgreifenderes Problem. Es liegt durchaus im Bereich des Denkbaren, dass die CPU je nach Fahrzeug durch irgend etwas derart überlastet wird, dass für die Lichtsteuerung oder die Videoanimation einfach zu wenig Prozesszeit zur Verfügung steht. Womöglich ist die CPU sogar generell unterdimensioniert, um diese zeitkritische Operation zu bewältigen.

    Nun, mein Auto ist ein wirtschaftliches Gut. Und ich denke, dass der Wiederverkaufswert durch die Unterstützung erheblich steigen wird. Ich prognostiziere, dass der Markt in vier oder fünf Jahren dem Feature eine weit höhere Bedeutung zumessen wird als es manche hier glauben.


    Außerdem wiederhole ich mich gerne: Das Werksnavi hat zahlreiche Fehler, sodass es für meine Zwecke oft unbrauchbar (bzw. nur ergänzend einsetzbar) ist. Die Gründe dafür habe ich hier schon oft genug aufgezählt. Ich rechne indes auch nicht mehr damit, dass diese Probleme in absehbarer Zeit abgestellt werden; das seit November immer wieder verschobene Update gleicht mittlerweile "Warten auf Godot". Nicht zuletzt sind auch die Kartenupdates (so sie denn überhaupt je kommen werden) und die Live-Services auch nicht umsonst.


    Uns ja, abschließend kotzt es mich an, dass mir von mehreren Personen meines Autohauses in zeitlichen Abständen versprochen wurde, dass dieses Feature dereinst per Update nachgereicht werde. Offenbar bin ich auch bei weitem nicht der Einzige hier, dem diesbezüglich zumindest das blaue vom Himmel versprochen wurde, wenn nicht sogar dreist (systematisch) Falschaussagen gestreut wurden, um die Kaufabsicht des Kunden zu steigern.

    Bei mir, mit mittlerweile knapp 24.000 km, bleibt der Verbrauch relativ konstant bei durchschnittlich 5,4 l/100 km. Je nach Fahrweise liegt er mal höher, mal tiefer.


    Interessanterweise ist die Varianz sehr gering. Mein Minimalverbrauch lag bisher bei 4,64, maximal bei 6,00 l/100 km. Selbst bei gelegentlichem Prügeln und sportlicher Fahrweise komme ich nicht höher. Andererseits komme ich selbst bei sparsamster Fahrweise mit maximal 110 km/h Autobahn nicht ansatzweise an die Werksangabe heran.

    Bei meinem M3 war es nie ein Problem, wenn man mal 1000–2000 km überzogen hat. Mein Autohaus hat das noch nicht einmal moniert. Bei meiner Fahrleistung lässt sich das aber oft auch gar nicht anders einrichten, denn da kann es gut und gerne passieren, dass übers Wochenende mal schnell 1000 km dazu kommen.


    Eine Frage an die Experten: Wie ist denn nun der Wartungsplan beim Diesel? Ich hatte nämlich immer eine Reduktion auf 25.000 km im Kopf gehabt. Der Chef von AH hat aber letztens anhand der Fahrgestellnummer bei Renault im System nachgesehen und da steht mein Auto mit erste Wartung bei 30.000 km drin.

    Ich bin es aus der langjährigen, persönlichen beruflichen Erfahrung (bin Programmierer) so gewohnt, dass man Programmierfehler zeitnah zu beheben hat, sonst springen die Kunden einem irgendwann über die Klippe und der Chef aufs Dach.


    Renault geht hier einen konträren Weg. Wohin das führt, sieht man hier sehr deutlich: Die Anwender werden unzufrieden und zunehmend ungehalten. Außerdem ist der Ansatz, mit einem Patch alle Fehler auf einmal zu beheben („Allheilmittel“), von vorn herein zum Scheitern verurteilt, denn zu jeder Zeit werden weitere Fehler gemeldet und so verschiebt sich das Release letztlich bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Der bisherige Ablauf (regelmäßige Verschiebungen des Veröffentlichungstermins seit November) untermauert meine Kritik. Am Meisten ärgert es mich aber als Kunde, dass man quasi keine Möglichkeit hat, Renault für diese unsägliche Updatepolitik unmittelbar zu sanktionieren.


    Richtig wäre es gewesen, einen Fehler nach dem Anderen zu beheben. Nur so merken die Kunden, dass sich etwas tut und man ernst genommen wird. Und zwar auch dann, wenn die Gesamtlösung am Ende effektiv nicht schneller kommt.