Renault wegen einem zukünftigen Feature, welches nicht Bestandteil der damaligen Bestellung war, "Täuschung" vorzuwerfen, ist nicht nur naiv sondern auch dreist bzw. unverschämt.
Sofern das auf mich bezogen ist: Das habe ich so nicht gesagt. Fakt ist aber, dass diverse Features, welche eben genau Bestandteil der damaligen Bestellung waren seit Anbeginn nicht funktionieren. Noch mehr ärgert es mich, dass man oft statt klarer Eingeständnisse der Fehler irgend einen Bären aufgebunden bekommt. Und am Meisten ärgert es mich, dass mir mein Serviceleiter eben genau dieses Feature als Lösung aller Probleme angepriesen hat.
[rant mode on, wer Kritik an Renault nicht ab kann einfach überlesen!]
Wenn ich beim Navi die selbe blödsinnige Umfahrungsmöglichkeit, die mich 30 Minuten und 25 km kosten soll statt der eingestellten „mindestens zehn Minuten Zeitersparnis“, bereits rund 150 km(!) vor dem, laut Google und Auto, acht(!) Minuten langen Stau insgesamt über vierzig(!) mal im Minutentakt wegdrücken muss, und mir dann erzählt wird, dass das so vom Hersteller beabsichtigt sei, falle ich vom Glauben ab. Da ich die Strecke gut kenne habe ich spasseshalber einmal die Empfehlung angenommen und die voraussichtliche Ankunftszeit hat sich tatsächlich um die genannten 30 Minuten nach hinten verschoben. Das ist doch absoluter Quatsch!
Genau daraufhin hat der Serviceleiter ja zu mir gesagt, dass ich doch die Möglichkeit hätte, mir das Google-Navi mittels Android Auto auf den Bildschirm zu legen, und hat mir die schriftliche Ankündigung von Renault vorgelegt, weswegen ich das auch hier geschrieben habe. Ja, hähä, hätte ich gehabt, wenn ich nicht so unbeschreiblich blöd gewesen wäre, Renault einen Quasi-Prototypen abzukaufen, und mit dem Kauf lieber noch ein Jahr gewartet hätte. Stattdessen hat es sich jetzt, bei jeder Fernfahrt manifestiert, nebenher Google Maps laufen, um nicht blindlings in den nächsten Stau bei Köln, Frankfurt oder der Dauerbaustelle im Spessart zu rauschen. Die Stauumfahrung hat mir, insbesondere auch, weil deswegen mein R-Link ständig neu lädt/abstürzt, meine Werkstatt schon vor ein paar Monaten deaktiviert, bis es eine saubere Lösung gibt. Und für diesen Krampf soll ich ab Sommer dann auch noch eine jährliche Abogebühr bezahlen?
Von den ausbleibenden Kartenupdates mal ganz zu schweigen … Fragen wir doch mal die Experten in Sachen Kartenmaterial: Was haben Navteq (heute HERE Maps) und Tele Atlas (heute von TomTom übernommen), damals zusammen das Quasi-Dyopol für Kartenmaterial, vor fünf Jahren verlautbaren lassen: Der Datenschwund von Navigationsdaten betrage pro Jahr rund 20 %. Moment, von wann sind unsere „aktuellen“ Kartendaten noch mal? Sommer 2015? Eineinhalb Jahre alt?
100 % * 80 % 1½ = 71,6 %
Ups … Damit wäre dann fast ein Drittel unseres aktuellsten Kartenmaterials schlicht veraltet, für die Tonne, passé. Und das deckt sich leider in vielen Details mit der Realität: Verlegte Straßenabschnitte, falsche Geschwindigkeitsbeschränkungen, fehlende Kreisverkehre und und und.
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